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Stanzkonturen: SVG, PDF oder DXF?

SVG, PDF oder DXF für Stanzkonturen? Prüfen Sie Maßstab, Schnitt- und Rilllinien sowie die Dateivorgaben, bevor Sie Ihre Verpackungszeichnung weitergeben.

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Für eine bearbeitbare Stanzkontur eignet sich SVG, für Freigaben und die Abstimmung mit der Druckerei PDF. Soll die Geometrie in ein CAD-System oder in die Stanzformherstellung übernommen werden, kommt DXF infrage. Klären Sie vor dem Export, welches Format und welche Einstellungen der Empfänger benötigt.

Bei Faltschachteln, Faltkisten aus Wellpappe und starren Schachteln gehören Maßstab, Zeichnungseinheit sowie eindeutig getrennte Schnitt- und Rilllinien zur Übergabe. Auch ein vertrautes Dateiformat kann beim Import falsch interpretiert werden.

Das Format nach dem Empfänger wählen

EmpfängerAusgangspunktVor der Übergabe klären
GrafikdesignSVG oder Vektor-PDFBearbeitbare Pfade, Maßstab und Platzierung des Druckbilds
Kunde oder MarkenverantwortlichePDFMaße, Revisionsstand und Umfang der Freigabe
Druckerei oder DruckvorstufePDFBeschnittzugabe, Farbauszüge und Behandlung technischer Linien
CAD oder StanzformherstellungDXFVersion, Einheiten, Layer und unterstützte Kurventypen
MusterfertigungVom Schneidplotter unterstütztes FormatWerkzeugzuordnung, Maßstab und Material

Ein Stanzformenhersteller kann CF2 oder das ArtiosCAD-Format ARD verlangen. Fragen Sie frühzeitig danach. Packdroid bietet SVG-, PDF- und DXF-Exporte an; CF2 und ARD gehören nicht zum Exportangebot.

SVG zum Bearbeiten der Stanzkontur

SVG speichert Vektorpfade und lässt sich in Browsern und Vektorgrafikprogrammen öffnen. Das Format eignet sich, um Druckbilder an den Feldern auszurichten, eine Klebelasche zu prüfen oder einen bearbeitbaren Zuschnitt aufzubewahren. Wie Gruppen und Bearbeitungsfunktionen übernommen werden, hängt vom Programm ab.

Prüfen Sie nach dem Import die tatsächliche Größe. Bei SVG bestimmen unter anderem width, height und viewBox, wie Zeichnungskoordinaten in physische Maße übertragen werden. Die SVG-Dokumentation des W3C erläutert diesen Zusammenhang. Messen Sie ein bekanntes Feldmaß, bevor Sie das Druckbild platzieren.

PDF für Freigabe und Druckabstimmung

Mit PDF lässt sich ein flacher Zuschnitt ohne CAD-Anwendung beurteilen. Geben Sie Maße und Revisionsstand an, damit Kunde und Druckerei dieselbe Zeichnung prüfen.

Wenn der Empfänger die Pfade weiterverwenden soll, muss die Stanzkontur als Vektorgeometrie erhalten bleiben. Eine PDF mit einem Rasterbild kann als Ansicht dienen, liefert aber keine bearbeitbaren Schnittpfade. Für einen Größenvergleich drucken Sie in tatsächlicher Größe; „An Seite anpassen“ verändert den Maßstab.

Stimmen Sie Beschnittzugabe, Farbeinstellungen und technische Linien mit der Druckerei ab. Eine benannte Sonderfarbe oder die Einstellung „Überdrucken“ verhindert nicht automatisch, dass eine Stanzkontur mitgedruckt wird. Die Druckvorstufe muss die Farbauszüge prüfen und technische Linien entsprechend der Produktionsvorgabe von der Ausgabe ausschließen. Adobe beschreibt die Prüfung von Farbauszügen.

Ein PDF-Export allein ist keine geprüfte Druckdatei. Maßgeblich sind die Vorgaben der Druckerei.

DXF für CAD und Stanzformherstellung

DXF überträgt Zeichnungsgeometrie zwischen CAD-Systemen. Vereinbaren Sie mit Stanzformenhersteller oder Musterfertigung die DXF-Version, Layernamen, Einheiten und zulässigen Geometrieelemente.

DXF kann Einheiteninformationen enthalten. Autodesk beschreibt INSUNITS für die Skalierung beim Einfügen; die empfangende Software muss diese Angaben richtig auswerten. Geben Sie Millimeter ausdrücklich an und messen Sie nach dem Import nach. Eine andere Anzeigeeinheit im Profil ändert nicht automatisch die Einheit der Exportgeometrie.

DXF unterstützt Linien, Kreisbögen, Polylinien und Splines. Manche Exporter oder Importprogramme nähern Kurven durch Segmente an. Prüfen Sie deshalb Grifföffnungen, Eckenradien und gekrümmte Klappen, wenn sie Passung oder Werkzeug beeinflussen. Bereiten Sie Druckbilder separat im gewünschten Druckformat vor.

Schnittlinien, Rilllinien und Druckbild trennen

Schnittlinien begrenzen das Material; Rilllinien kennzeichnen die Faltung. Perforationen, Klebeflächen und Beschnittzugaben erfüllen jeweils andere Aufgaben. Halten Sie sie über vereinbarte Layer, Namen oder Farbauszüge unterscheidbar.

Farben und Strichelungen erleichtern die Sichtprüfung. Für eine automatische Werkzeugzuordnung braucht es eindeutige Vereinbarungen. Prüfen Sie die importierte Datei auf doppelte Pfade und veränderte Kurven. Der Leitfaden zu Schnitt- und Rilllinien erklärt die Grundlagen.

Den Zuschnitt vor der Übergabe prüfen

  • Innen- oder Außenmaße, Materialdicke und erforderliche Fertigungszugaben bestätigen.
  • Nach dem Import bekannte Maße in beiden Richtungen sowie kritische Radien und Öffnungen prüfen.
  • Klebelaschen, Verriegelungen, Feldausrichtung und gegebenenfalls Lauf- oder Wellenrichtung kontrollieren.
  • Schnitt, Rillung und Perforation unabhängig vom Druckbild kennzeichnen.
  • Vor Werkzeug- oder Serienfreigabe ein physisches Muster im vorgesehenen Material herstellen.
  • Revisionsstand, Einheit und vereinbarte Dateieinstellungen mitliefern.

Eine 3D-Faltvorschau hilft, die vorgesehene Faltfolge zu prüfen. Materialverhalten, Toleranzen und Fertigungseignung erfordern weiterhin ein physisches Muster und die Prüfung durch den Verpackungshersteller.

Aus demselben Packdroid-Modell exportieren

Wählen Sie in Packdroid ein FEFCO-Modell für eine Faltkiste, eine ECMA-Faltschachtel, eine starre Schachtel oder einen Beutel und geben Sie die Maße ein. Erstellen Sie SVG, PDF und DXF aus demselben Modell mit denselben Parametern, damit alle Beteiligten denselben Revisionsstand erhalten.

Bei mehreren Zuschnitten kann die PDF mehrere Seiten enthalten; DXF-Dateien werden bei Bedarf gebündelt. Mehrseitige SVG-Ausgaben folgen Ihrer Profileinstellung: eine kombinierte SVG oder einzelne SVG-Dateien in einer ZIP-Datei. Auch ein einzelner Zuschnitt lässt sich exportieren. Downloads und 3D-Vorschau richten sich nach den Berechtigungen Ihres Kontos.

Wählen Sie ein Modell im Vorlagenkatalog, klären Sie die Dateivorgaben des Empfängers und öffnen Sie den Export zur Prüfung, bevor Sie ihn weitergeben.